Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen über die St. Goar Pfarrkirche zu Hesborn.

Weitere Informationen über die kirchliche Arbeit in Hesborn erhalten Sie auf folgenden Unterseiten:

Daten zur St. Goar-Pfarrkirche in Hesborn

Der romanische Kirchturm steht seit 1126/27.

Die barocke Turmhaube erhielt der Turm 1780/90.

Die jetzige neubarocke Kirche wurde 1914/15 erbaut.

Die Einrichtung der Kirche

Die Einrichtung der Kirche stammt überwiegend aus der Kirche des ehemaligen Kreuzherrenklosters Glindfeld bei Medebach, das 1804 als Folge der Säkularisation aufgelöst wurde. Einer der vertriebenen Mönche wurde 1810 Pastor in Hesborn. Dieser Pfarrer Franziskus Harbecke erwarb 1811 für nur 52 Thaler Frankfurter Cours die drei Altäre, die Kanzlei und 6 Heiligenfiguren für die Hesborner Kirche.

 

Das Altarbild

Das Altarbild trägt das Signum: C. Falcke pinx 1717.

Den Rahmen um das Bild – das Retabel – mit den Statuen des Hl. Augustinus (links) und des Hl. Laurentius (rechts), mit den Engeln, den Säulen und dem ornamentalen Schmuck soll von den Mönchen des Klosters Glindfeld geschnitzt worden sein.

Das Lamm Gottes auf dem Buch mit den sieben Siegeln und einem Engelskopf darüber wurde 1915 eingefügt. Auch der Altartisch des Hochaltares mit dem sarkophargartigen Antependium wurde 1915 vor den barocken Aufbau gesetzt.

 

Das Kruzifix

Das Kruzefix vor dem Altarbild ist eine Einmaligkeit, zumindest im Bereich des Landesdenkmalamtes Westfalen-Lippe. Der gekreuzigte Christus steht mit dem Kreuz auf der Weltkugel und seine Füße sind in die Erde genagelt (nicht an das Kreuz). Es wird um 1700 geschnitzt worden sein. – Die Frage, ob das Kreuz aus dem Kloster Glindfeld stammt oder zum alten Bestand der Pfarrkirche gehörte, ist offen.

Die Seitenaltäre

Die Seitenaltäre (Renaissance) – etwa 1650/60 geschnitzt – haben leider nicht mehr ihre Originalbilder. 1928 hat H. Bergenthal die 14 Nothelfer (links) und die Szene des Todes des Hl. Josef (rechts) gemalt. Den linken Altar schmücken die Figuren des Hl. Hubertus (gotisch 1530) und der Hl. Agatha und Elisabeth (1656); den rechten Altar die Figuren des Hl. Urban (1520), des Hl. Judas Thaddäus und eines nicht zu bestimmenden Bischofs (1640).

 

Die Orgel

Die Orgel hat einen außergewöhnlichen Wohlklang. Es ist ein Schleifladeninstrument mit 20 Registern. Als erste Orgel kam 1816/17 ein Gebrauchtinstrument aus Battenberg in die Kirche. Das Orgelwerk wurde mehrfach ergänzt und erneuert. Der Orgelprospekt wurde 1916 als Barockgiebelaufbau errichtet. – Ende 1987 Totalrestaurierung der Orgel.

 

Turm-Ein- bzw. Ausgang

Vor Verlassen der Kirche lohnt ein Blick in den Turm-Ein bzw. Ausgang. In das Gemäuer ist ein Steinfragment von 1332, das Oberteil einer Sakramentsnische (mit Hausmarke und Steinmetzzeichen) eingelassen und ein schöner barocker Engelskopf. Seit kurzem begrüßt auch die Figur des Hl. Bernhard (1720/30) die bis 1914 über dem Eingang der alten Kirche stand, die Kirchenbesucher.

Die flankierenden Leuchterengel

Die flankierenden Leuchterengel wurden 1730/40 geschnitzt.

 

Die barocken Figuren

Die barocken Figuren des Hl. Maria und des Hl. Josef, der Heiligen Petrus, Paulus Franz Xaver und Johannes Nepomuk entstanden um 1730.

 

Die Statuen des Patrons

Die Statuen des Patrons der Kirche, des Hl. Goar (links am Triumpfbogen) und des Hl. Urban (rechts am Triumpfbogen) sind 1710/20 entstanden und gehörten zum Bestand der Pfarrkirche.

 

Die Entstehung des barocken Taufsteins

Die Entstehung des barocken Taufsteins aus Alabaster ist um 1680 datiert. Der Taufsteindeckel wurde um 1930 erneuert und die zerstörte Holztaube 1984 durch eine Metalltaube ersetzt. Der Taufstein gehört zum alten Kirchenbestand.

 

Der Zelebrationsaltar

Der Zelebrations- (Tisch) Altar und der Ambo aus Ibbenbürener Sandstein wurden in der Kunstwerkstatt der Gebrüder Michael und Christoph Winkelmann in Günne (Möhnesee) entworfen und gehauen. Der Altar birgt ein St. Goar - Reliquiar und stellt Bildszenen aus dem caritativen Wirken des Kirchenpatrons (500) dar, während der Ambo ihn als Missionar zeigt. – Altar und Ambo stehen seit 1983 im Chorraum.

 

Die Kommunionbank

Die Kommunionbank ist im klassizistischen Stil 1799 geschaffen.

Die Chorfenster

Die Chorfenster mit Szenen aus dem Leben des Kirchen- und Dorfpatrones im Nazarenerstil wurden 1915 eingesetzt.

 

Die Deckenmalerei

Die Deckenmalerei im Chorraum schuf 1935 der Kirchenmaler H. Bergenthal aus Oberschledorn.

 

Die Herz-Jesu-Statue

Die Herz-Jesu-Statue (neugotisch) wurde 1915 aufgestellt, als die Herz-Jesu-Verehrung aufkam. An ihrer Stelle gehörte eigentlich die Josefsstatue, die als Pendant zur Marienfigur geschaffen wurde.

 

Das Kreuz über der Sakristeitür

Das Kreuz über der Sakristeitür aus 1730/40 findet jährlich als Osterkreuz in der Liturgie Verwendung.

Trotz ihrer unterschiedlichen Stilformen geben die Kunstwerke im Chorraum eine geglückte Harmonie ab. In ihrer Ausrichtung auf das Zentrum der Kirche, dem Altar mit Tabernakel, in dem der Herr sakramental gegenwärtig ist, stellen sie ein einziges Gotteslob dar.

 

Die Kanzel

Als künstlerisch wertvollsten Gegenstand in der Kirche wird die achteckige Kanzel im Renaissancestil (1620) bezeichnet.

Schmuckes Flachornament umrahmt die vier Evangelistenfiguren und die Gesetzestafeln des Moses in einem Wolkenkranz. Den Kanzeldeckel krönen die Gesetzestafeln des Moses in einem Wolkenkranz. Die Kanzel ist Stätte der Verkündigung der Botschaft

Gottes. (Die Evangelistensymbole: Matthäus = Engel; Markus = Löwe; Lukas = Stier; Johannes = Adler)

 

Zuletzt sei jedem Kirchenbesucher empfohlen, einmal an einem Gottesdienst teilzunehmen, weil die festliche Schönheit des Gotteshauses sich darin erst vollendet. – Zumindest sollte der Kirchenbesucher eine Weile still verharren, um die bergende und heiligende Atmosphäre des schmucken Kirchenraumes wahrzunehmen.

 

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